Die Rolle von Technologie und KI im modernen Autokaufprozess

Öffnungszeiten im Autohandel: Luft holen statt Luft anhalten

»Wir brauchen einen Weg, wie der Handel rund 20 Prozent Kosten einsparen kann«, forderte kürzlich VW-Deutschland-Chef Achim Schaible im Interview mit kfz-betrieb. Eine Aussage, die in der Branche für Aufhorchen sorgte – nicht, weil sie übertrieben wäre, sondern weil sie ins Schwarze trifft. Die Realität: Renditen sinken, Kosten steigen.

Während Hersteller von vereinfachten Kulanzprozessen und digitalisierten Neuwagenabläufen sprechen, stehen viele Betriebe im Alltag vor ganz anderen Fragen:

Wie entlaste ich mein Team heute?
Wo kann ich Kosten reduzieren, ohne Serviceverluste?
Wie bleibe ich erreichbar – trotz Personalmangel?
Wie spare ich Zeit, ohne an Qualität zu verlieren?

Die Zahlen sprechen für sich. Allein die Personalkosten in Kfz-Betrieben sind laut Schaible teils um fast 50 % gestiegen, parallel dazu explodieren Mieten, Energiepreise und Aufwände für Kommunikation. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Kunden: Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit, digitale Buchungsmöglichkeiten, kurze Reaktionszeiten.

Doch passt das zusammen? Weniger Kosten, mehr Service? Geht das überhaupt?

KI als Schlüssel – aber nicht als Allzwecklösung

Dass Künstliche Intelligenz hier eine Rolle spielt, ist offensichtlich. Auch Volkswagen selbst nennt erste Anwendungsfelder:

KI-gesteuerte Garantieentscheidungen, Chatbots für Reparaturanfragen oder automatisierte Abwicklungen im Service.

Doch die meisten Autohaus-Prozesse sind keine PowerPoint-Folien – sie sind komplex, dynamisch und menschlich. Genau deshalb braucht es Lösungen, die nicht nur versprechen, sondern tatsächlich funktionieren. Im Alltag. Mit echten Menschen. Und echten Herausforderungen.

Beispiel aus der Praxis: CXBot Carla

Ein Beispiel dafür ist Carla, die KI-Agentin der LDB Gruppe. Entwickelt nicht für den Showcase, sondern für den Alltag im Autohaus. Carla arbeitet bereits heute bei zahlreichen Betrieben – am Telefon, per WhatsApp, über Webformulare. Sie vergibt Termine, beantwortet Standardanfragen, verteilt Anliegen intern weiter oder erkennt, wenn menschliche Unterstützung gefragt ist.

Was bringt das?

  • Bis zu 100 % telefonische Erreichbarkeit, selbst zu Stoßzeiten.
  • Fast 40 % Kostenersparnis im Vergleich zu klassischen Telefonzentralen.
  • Mehr als 70 % aller Anrufe werden direkt von der KI bearbeitet – ohne Wartezeit.
  • 25 % mehr Termine – weil Kunden direkt buchen können.
  • 82 % Kundenzufriedenheit, messbar gestiegen.

Das Besondere: Carla übernimmt genau das, was Zeit und Geld kostet – ohne dabei den Menschen zu ersetzen.

KI ersetzt keine Menschen. Sie unterstützt sie.

Was viele übersehen: Der Einsatz von KI ist kein Personalabbau-Tool, sondern ein Hilfstool. Gegen Überlastung, gegen Ineffizienz, gegen Frust. Denn wer heute seine Mitarbeitenden im Tagesgeschäft entlastet, schafft Freiraum für das, was wirklich zählt: persönliche Beratung, komplexe Anliegen, Kundenbindung und professionelle Verkaufsgespräche.

Oder wie Doris Gietl, KI-Expertin der LDB Gruppe, es formuliert:

»KI funktioniert nicht im luftleeren Raum. Sie braucht Prozesse, Daten, Menschen – und ein Ziel. Carla wurde nicht für Tech-Messen gebaut, sondern für den Autohaus-Alltag.«

20 % sind realistisch – wenn man die richtigen 20 % adressiert

Nicht alles im Autohaus lässt sich digitalisieren. Aber vieles lässt sich vereinfachen – wenn man Prozesse sauber aufsetzt, Mitarbeitende mitnimmt und die richtigen Tools einsetzt. Die Forderung nach 20 % weniger Kosten bedeutet nicht, dass man Service opfern muss.

Es bedeutet:

  • Bessere Erreichbarkeit – mit weniger Aufwand
  • Mehr Effizienz – ohne mehr Stress
  • Spürbare Entlastung – ohne Qualitätseinbußen

Und genau das zeigen wir auch in unserer Webinar-Reihe »KI im Autohaus – Entlasten, verbessern, begeistern«.

Jetzt vormerken: Folge 4 am 28.10.2025. Hier anmelden.

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