
Mehr als jeder zweite Kfz-Betrieb sieht seine Existenz durch den Fachkräftemangel bedroht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter 174 Führungskräften aus Autohandel und Service. 12,1 Prozent sprechen von einer unmittelbaren Bedrohung, weitere 41,4 Prozent sehen ihren Betrieb innerhalb der nächsten drei Jahre gefährdet.
Das ist eine Zahl, die man erst mal sacken lassen muss. Denn sie bedeutet: Für viele Betriebe ist der Personalmangel längst kein operatives Problem mehr – sondern eine strategische Frage.
In der Werkstatt wird es eng
Der größte Engpass liegt dort, wo das Kerngeschäft stattfindet: in der Werkstatt. 95,7 Prozent der suchenden Betriebe haben hier offene Stellen. Kfz-Mechatroniker, Nutzfahrzeug-Mechatroniker, Karosseriebauer – die Liste der schwer zu findenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen liest sich wie das Rückgrat des Betriebs.
61,5 Prozent der Unternehmen berichten sogar von offenen Stellen, die langfristig nicht besetzt werden können. Gleichzeitig planen aktuell 7,5 Prozent Personalabbau im Betrieb. Das zeigt: Die Branche will wachsen oder zumindest stabil bleiben – sie kann es nur personell kaum stemmen. Und während in der Werkstatt die Hebebühnen voll sind, steigt im Büro der administrative Aufwand weiter.
Im Alltag merken es auch Kunden
Der Fachkräftemangel zeigt sich nicht nur darin, dass Stellen unbesetzt bleiben. Er zeigt sich im Alltag. Serviceberater jonglieren Termine, Verkaufsberater versuchen Leads nachzuverfolgen, Mitarbeitende am Empfang kämpfen mit hohem Anrufaufkommen. Viele Betriebe suchen Fachkräfte – zwei Drittel aktiv – doch gleichzeitig wächst die Belastung für das bestehende Team.
Mehr Personal allein wird das Problem nicht lösen
Die Branche braucht Fachkräfte. Aber selbst wenn morgen mehr Bewerbungen kämen, würde das nicht automatisch alle strukturellen Engpässe beseitigen.
Die Umfrage zeigt: 83,8 Prozent sehen die größte Herausforderung nicht nur in der Anzahl der Bewerbungen, sondern in deren Qualität. Der Wettbewerb um Talente ist regional intensiv, besonders im Westen Deutschlands.
Das bedeutet: Autohäuser konkurrieren nicht nur um Kunden – sondern zunehmend um Mitarbeitende. Und genau deshalb wird eine andere Frage wichtiger: Wie kann der bestehende Betrieb effizienter werden – mit dem verfügbaren Personal?
Prozesse entlasten Menschen – nicht umgekehrt
Hier kommt Technologie ins Spiel. Natürlich nicht als Ersatz für Fachkräfte in der Werkstatt. Aber als Entlastung im administrativen und kommunikativen Bereich. Ein KI-Agent wie Carla greift genau dort ein, wo der Personalmangel im Alltag spürbar wird.
Carla nimmt Anrufe entgegen, vergibt Service-Termine, strukturiert Anliegen und leitet komplexe Fälle gezielt weiter. Sie beantwortet wiederkehrende Fragen zu Wartungen, Garantien oder Öffnungszeiten. Und sie sorgt dafür, dass Anfragen nicht liegen bleiben, nur weil gerade niemand abheben kann.
Gerade in Betrieben, in denen jede Fachkraft wertvoll ist, wird das zum entscheidenden Hebel. Wenn Mechatroniker nicht durch ständige Unterbrechungen aus dem Arbeitsfluss gerissen werden. Wenn Serviceberater weniger Zeit mit Terminabstimmungen verbringen. Wenn Leads automatisch erfasst und weitergeleitet werden. Wenn die Verkaufsmitarbeiter sich nicht auch noch um E-Mail-Anfragen oder WhatsApp-Nachrichten kümmern müssen.
KI ersetzt keine Werkstattkompetenz. Aber sie schützt vor unnötiger Reibung.
Die Zahlen aus der Umfrage sind eindeutig. Der Fachkräftemangel wird bleiben – zumindest mittelfristig. Für viele Betriebe ist er bereits existenziell.
Wer Prozesse automatisiert, Anrufaufkommen strukturiert, digitale Terminvergabe konsequent nutzt und KI-Agenten intelligent integriert, verschafft seinem Team Luft. Und genau diese Luft entscheidet darüber, ob ein Betrieb im Dauerstress arbeitet – oder wieder strategisch denken kann.
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