HU? Kein Grund zur Panik! Wie Kfz-Betriebe ihren Kunden die Angst vor der Hauptuntersuchung nehmen können

Plakette_Hauptuntersuchung

Alle zwei Jahre derselbe Nervenkitzel: Der HU-Termin steht an – und mit ihm die Frage, ob das Auto durchkommt oder nicht.

Laut einer aktuellen Umfrage von eBay Motors schaut knapp die Hälfte der Autofahrer mit Sorgen auf den nächsten Termin beim Prüfer. Der häufigste Grund: die Angst vor unerwarteten Reparaturkosten.

Besonders betroffen sind Frauen (47 %) und Haushalte mit geringerem Einkommen – dort befürchten sogar 65 % ein finanzielles Problem, wenn bei der Hauptuntersuchung Mängel festgestellt werden.

Tatsächlich ist die Lage gar nicht so dramatisch

Rund zwei Drittel aller Fahrzeuge bestehen die HU ohne Beanstandung – oder zumindest mit nur leichten Mängeln. Trotzdem: Etwa ein Viertel fällt tatsächlich beim ersten Versuch durch, wie Zahlen vom TÜV Rheinland zeigen. Und da beginnt der Stress: Nachuntersuchung, Zeitdruck, zusätzlicher Werkstatttermin.

Dabei lässt sich das alles vermeiden – mit einem einfachen Schritt: dem HU-Vorab-Check in der Werkstatt.

HU-Stress ist vermeidbar – wenn die Werkstatt mitdenkt

Viele Mängel lassen sich bereits im Vorfeld erkennen – auch ohne Expertenwissen. Lose Kennzeichenbeleuchtung, poröse Wischerblätter oder abgefahrene Reifen? Das sind Klassiker, die sich schnell beheben lassen – wenn man rechtzeitig schaut. Kfz-Betriebe, die ihren Kunden hier aktiv unter die Arme greifen, punkten doppelt:

Sie verhindern unnötigen Prüfungsstress – und sichern sich ganz nebenbei wertvolle Zusatzumsätze im Service. Der Vorab-Check gehört bei vielen Betrieben ohnehin zum Serviceprogramm. Wirkungsvoller wird er allerdings erst dann, wenn er systematisch kommuniziert wird.

Der HU-Termin: häufig vergessen, selten gemanagt

Laut Trend-Tacho-Studie von »kfz-betrieb« und KÜS hat mehr als ein Viertel der Autofahrer schon einmal den HU-Termin überzogen – einfach Vergessen. Die Folge: abgelaufene Plakette, drohendes Bußgeld und nervöser Blick auf den Kalender. Und: verpasste Chancen für die Werkstatt.

Denn: Nur etwa die Hälfte der Kunden wird von ihrer Werkstatt überhaupt an den HU-Termin erinnert. Was für eine verpasste Gelegenheit! Mit wenig Aufwand ließe sich hier gezielt Kundenbindung aufbauen – durch automatisierte Erinnerungen via SMS, WhatsApp oder E-Mail.

Marketingpotenzial? Absolut. Und dazu noch gesetzlich notwendig.

Auch wenn die Verantwortung beim Fahrzeughalter liegt – clevere Kfz-Betriebe übernehmen die Erinnerung an die HU aktiv. Nicht nur, weil es den Kunden hilft, sondern auch, weil es eine elegante Möglichkeit ist, den Kontakt zu halten. Und genau da spielt das Servicemarketing seine Stärken aus.

Ob mit einem simplen Reminder im CRM, einer kurzen WhatsApp-Nachricht oder einem attraktiven Mailing: Wer es schafft, den HU-Termin in den Köpfen der Kunden zu verankern, bleibt selbst dort präsent – und wird als verlässlicher Partner wahrgenommen.

HU-Termine als Kundenmagnet nutzen

Die HU eignet sich nicht nur zur Kundenbindung, sondern auch zur Neukundengewinnung. Eine einfache Plakataktion in der Nähe großer Prüfstellen kann Autofahrer darauf aufmerksam machen, den Check zuerst beim Fachbetrieb machen zu lassen – am besten inklusive HU/AU-Abnahme im Haus. Das spart Zeit, erhöht die Chance auf eine bestandene Prüfung – und sorgt für ein gutes Gefühl beim Kunden.

Weniger Prüfungsangst, mehr Kundennähe

Die Hauptuntersuchung ist kein notwendiges Übel, sondern eine Chance für Kfz-Betriebe. Wer seinen Kunden die Sorgen nimmt, ihnen den Ablauf erklärt, rechtzeitig erinnert und einen Vorab-Check anbietet, zeigt: Hier geht es nicht nur ums Schrauben, sondern auch ums Kümmern.

Und genau das bleibt im Kopf – lange nach der bestandenen Prüfung.

Verpassen Sie keine Artikel mehr

Melden Sie sich jetzt für unseren Automotiven Newsletter an.

Trendreport | Autokäuferkommunikation 2026

Wie möchten Autokäufer in Zukunft mit Autohäusern kommunizieren?

Unsere jährlich durchgeführte Studie bietet einen aktuellen Einblick in das Kommunikationsverhalten von Autokäuferinnen und Autokäufern in Deutschland – und zeigt, welche Kanäle im Autohaus künftig den Unterschied machen. Jetzt kostenfrei als E-Paper.