Kfz-Betriebe und Digitalisierung. Die digitale Kluft zwischen Kunde und Händler wird größer

Kfz-Betriebe und Digitalisierung. Die digitale Kluft zwischen Kunde und Händler wird größer

Die Corona-Krise hat die Welt verändert, in der wir leben, und hat einen enormen Einfluss auf unseren Alltag genommen. Im Zuge der Corona-Krise hat der Absatz von Produkten über Online-Kanäle dramatisch zugenommen. Viele Kunden kauften das erste Mal überhaupt online ein. Sie bestellten Haarschneidemaschinen oder Lebensmittel im Internet, streamten Filme oder nutzen zum ersten Mal digitale Apps für den Kauf und Service. Insbesondere der Onlinehandel hat gerade einen unfassbaren Boom erfahren.

Schon vor der Pandemie war ein Großteil der Menschen in Deutschland dazu bereit, auch Fahrzeuge – Gebraucht- oder Neuwagen – via Internet zu kaufen. Das zeigt die Studie »Online Car Sales 2020«, die die Management- und IT-Beratung MHP gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) und dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) erstellt hat. Befragt wurden dafür im Zeitraum Herbst 2019 bis März sowie Mai 2020 Kunden und Händlern zur Digitalisierung entlang der gesamten Customer Journey – also von der Information und Beratung über die Probefahrt bis zur Entscheidung, zum Kauf und zur Auslieferung.

62 Prozent der befragten Kunden können sich inzwischen vorstellen, ein Fahrzeug online zu kaufen. Insgesamt sind die Kunden für digitale Angebote entlang der gesamten Customer Journey sehr aufgeschlossen. Bei den Händlern sieht das in Summe anders aus. Wie schon bei der Studie vor zwei Jahren sind sie eher zögerlich und nehmen die Digitalisierung oft eher als Bedrohung wahr. Der hohen Bereitschaft zum Online-Verkaufsabschluss auf Kundenseite steht weiterhin nur ein dürftiges Angebot auf Händler bzw. Herstellerseite gegenüber.

Kennen Sie die letzte große Branche, die noch nicht einen großen Teil der Nachfrage Online bedient? Eine Branche die allein 2019 in Deutschland geschätzte 73,4 Mrd. Euro Umsatz im B2C und B2B gemacht hat – und zwar nicht digital, sondern über einen stationären Vertrieb, der sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum verändert hat. Es ist der Fahrzeughandel! Nur 25 Prozent haben im Neuwagenbereich bereits einen reinen Online-Sales-Prozess, im Gebrauchtwagenbereich sind es sogar nur 17 Prozent.

Fazit: Während Kunden deutschlandweit verstärkt über digitale Kanäle betreut werden möchten, ist es für manche Autohäuser noch schwer, diesen veränderten Ansprüchen gerecht zu werden.

Die Studie steht kostenlos auf der Website von MHP zum Download zur Verfügung: www.mhp.com/de/ocs-studie-2020

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